Das kleine Café in Kopenhagen

Die Autorin : Julie Caplin 

Seitenzahl : 397

Genre : Liebesroman 

Verlog : rororo

ISBN : 978-3-499-27553-1

Inhalt : 

<<Hätten Sie Interesse an einer Pressereise nach Kopenhagen, um herauszufinden, warum die Dänen als glücklichste Nation der Welt gelten? Es sind fünf Tage zu verschiedenen Zielen, darunter ein Besuch des Dänischen Instituts für Glücksforschung.>>

Kate bleibt nur verdammt wenig Zeit: Sechs Journalisten soll sie für das Lebensgefühl der Dänen begeistern. Fünf Zusagen hat sie bereits. Der sechste Kandidat ist der renommierte Redakteur Benedict Johnson – doch der hält nichts von Lifestyle und Hygge und schon gar nichts von gesponserten PR-Reisen. Kein Wunder, dass zwischen ihm und Kate sogleich die Fetzen fliegen. Erst recht, als Ben von seinem Chef zu der Reise verdonnert wird. Kate hat fünf Tage, um Ben zu überzeugen. Fünf Tage, um sich nicht in den attraktiven Mistkerl zu verlieben.

Meine Meinung :

Als ich dieses Buch in der Buchhandlung gesehen hatte, wollte ich mir eigentlich gar kein neues Buch kaufen. Da ich aber nur Gutes über den Roman gehört hatte und er mir noch dazu von mehreren Personen wärmstens empfohlen worden war, konnte ich das Buch nicht liegen lassen. Ich muss sagen, dass meine Vorfreude nicht umsonst gewesen ist! Die Geschichte war wunderschön und detailreich beschrieben, so dass ich immer das Gefühl hatte als würde ich selbst mit Kate Kopenhagen erkunden und mit ihr zusammen Kaffee und ´Kanelsnege´ in Varmes Café trinken! Noch dazu waren mir die Protagonisten von Anfang an sehr sympathisch, weshalb ich nur so durch die Geschichte geflogen bin.

Was ich besonders gerne mochte, waren der Schreibstil der Autorin und der Aufbau der Geschichte. Den Schreibstil mochte ich so besonders, weil ich mich gefühlt habe, als wäre ich selbst im Buch! Julie Caplin hat es geschafft, die kleinsten Einzelheiten zu beschreiben, und mir nie das Gefühl gegeben, als würde sie nur Lückenfüller suchen. Denn genau diese detailreiche Beschreibung hat dieser Roman gebraucht, um auch mir am Ende der Geschichte das Gefühl zu geben, als wüsste ich schon genau, was `Hygge` ist. Am liebste würde ich jetzt mein eigenes Zimmer ´hyggisieren´. Die Aufteilung in drei Teile hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist dadurch strukturiert und ich fand es sehr schön, schon vorher zu wissen, auf welche neue Umgebung ich jetzt stoßen würde. Aber ohne die wirklich sympathischen Charaktere wäre das Buch nur halb so gut gewesen. Kate, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, mochte ich besonders gerne. Sie ist nicht dieser perfekte Charakter, der alles mit links schafft und einfach mal so nach Kopenhagen fahren kann. Nein, sie ist bodenständig, hat Ecken und Kanten und Probleme, die nicht inszeniert wirken, sondern auch die meiner Nachbarin sein könnten. Besonders gern an ihr mochte ich Ihre Entwicklung über das Buch hinweg und ihre Sicht auf die Dinge. Obwohl sie vor Vielem Respekt hat und denkt, es nicht zu schaffen, versucht sie immer, das beste aus ihrer Lage zu machen. Ben, der männliche Charakter, war mir auch sehr sympathisch. An ihm mochte ich gern, dass er zwar in manchen Momenten wirklich ein wenig gehässig, im Grunde aber ein sehr freundlicher und aufmerksamer Charakter ist. Die Entwicklung der Beziehung zu Kate fand ich sehr schön, denn sie hat sehr realistisch auf mich gewirkt und nicht so, als wären überschnell Gefühle entstanden, bei denen ich nicht erkennen konnte, woher sie gekommen sind. Die anderen wichtigen Charaktere konnte ich auch sehr gut leiden. Eva, die im Hintergrund in ihrem Café Varme jedes Problem löst und immer einem guten Rat parat hat, und Avril, Fiona, Sophie, Conrad und David, die ich sehr gut kennenlernen konnte und die nicht einseitig oder langweilig beschrieben sind, obwohl sie nur Nebenpersonen sind.

Fazit: 

Es war mal wieder schön, etwas anderes zu lesen, als Young Adult Romane. Die Geschichte ist für mich durch den tollen Schreibstil, die Beschreibung der Kulissen und die tollen Charaktere etwas ganz Besonderes und ich werde sie ganz sicher noch zwei- oder dreimal lesen. Um ehrlich zu sein, gab es für mich in dieser Geschichte nichts, was mir gar nicht gefallen hat. Obwohl sich die Beziehungen nicht so schnell entwickelt haben, hat das nicht langatmig gewirkt, sondern mir eher geholfen, die Charaktere besser kennenzulernen. Da die Geschichte nicht zu kitschig und sehr bodenständig ist, kann ich sie wirklich Jung und Alt empfehlen.

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Kiss me once

Über das Buch : 

Die Autorin : Stella Tack

Seitenzahl : 495

Genre : Liebesroman 

Verlag : Ravensburger 

ISBN : 978-3-473-58555-7

Inhalt : 

Sein Geheimer Auftrag: dich zu beschützen.

Das einzige Verbot: sich in dich verlieben. 

Nie hätte Ivy Redmond damit gerechnet, bereits am ersten Tag an der University of Florida ihrem Traumtypen über den Weg zu laufen. Ryan MacCain ist nicht nur frech, sexy und geheimnisvoll tätowiert, sondern bekommt im Wohnheim auch noch das Zimmer direkt neben ihr. Jeder Blick aus Ryans grünen Augen, jede zufällige Berührung bringt ihr Herz zum Stolpern. Doch genau wie Ivy ist Ryan nicht, wer er zu sein vorgibt. Denn Ivy ist als Tochter aus reichem Haus inkognito an der Uni. Und Ryan ist ihr Secret Bodyguard.

Meine Meinung :

Diese Geschichte hat mich komplett umgehauen! Ich hatte zwar schon im Voraus ein paar Sachen über dieses Buch gehört, aber ich hatte nicht erwartet, dass es mir so gut gefallen würde. Von Seite eins bis zum Ende habe ich mit den Protagonisten mitgefiebert und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so dass ich es in weniger als 24 Stunden durch hatte. Der Schreibstil der Autorin war wirklich wundervoll, ich konnte einfach so durch die Seiten fliegen. Ihre Beschreibung der Charaktere, Situationen und der Universität haben mir das Gefühl gegeben, als würde ich selber dabeisein und mit Ryan und Ivy zusammen zur Universität gehen. Da das Buch aus beiden Sichten geschrieben wurde, konnte ich beide Protagonisten sehr gut verstehen und mich gut in sie hineinversetzen. An Ivy mochte ich besonders gerne, wie sie voller Tatendrang an alles ran gegangen ist und sich über alles gefreut hat, weil sie nicht mehr in dem goldenen Käfig ihrer Eltern eingesperrt war. Besonders schön fand ich es mitzuerleben, wie sie sich über das Buch hinweg entwickelt hat und immerzu die Dinge machen konnte, die sie gerne mochte, und nicht das, was andere von ihr wollten. Außerdem mochte ich, wie sie mit der komplizierten Situation mit Ryan umgegangen ist, dass sie sich nicht in eine totale Zicke verwandelt hat oder ihm das Leben schwer gemacht hat, sondern versucht hat, mit ihm so etwas wie eine Freundschaft aufzubauen, obwohl sie eigentlich viel lieber eine ganz andere Beziehung zu ihm gehabt hätte. Insbesondere diese Beziehung und ihre Entwicklung hat mir so gut an dem Buch gefallen, dass ich von Anfang an mit erleben konnte, wie sich die Gefühle der beiden Protagonisten entwickelt haben, aber auch wie sie versucht haben, sie zu vergessen. Der andere Protagonist, Ryan, hat mir genauso gut gefallen wie Ivy. An ihm mochte ich sehr gerne, wie er immer versucht hat, alles richtig zu machen, in seinem Job und auch bei Ivy. Die Momente, in denen er auf andere Typen eifersüchtig geworden ist, es sich aber nie eingestehen wollte, waren meiner Meinung nach die besten, weil ich gemerkt habe, dass er alles für seinen Job machen würde, aber er in vielen Momenten nichts gegen die Gefühle, die er für Ivy hegte, machen konnte. Sein Beschützerinstinkt und seine Durchsetzungsfähigkeit haben ihn für mich zu einem wundervollen, sympathischen männlichen Protagonisten gemacht. In vielen Romanen bin ich ziemlich genervt, wenn es immer ein Hin und Her zwischen den Protagonisten gibt, weil es mir immer so vorkommt, als würden die Autoren die Geschichte damit nur unnötig in die Länge ziehen. Aber bei diesem Buch fand ich es total akzeptabel. Natürlich gab es auch hier ein paar unnötige Szenen, aber im Großen und Ganzen fand ich das Hin und Her in dieser Geschichte sogar sehr plausibel und es hat ihr das gewisse Etwas gegeben. Das Einzige, was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war der kurze „Gefahrenmoment“. Mir ist klar, dass es in einem Bodyguard Buch auch eine Situation geben muss, in der die Schutzperson gefährdet wird, weil das zum Genre gehört. Aber hier fand ich die ganze Geschichte ein wenig an den Haaren herbeigezogen, als ob die Autorin nur irgendeinen Grund gesucht hätte, um die erwartete Spannung zu gewährleisten. Da dieser Part jedoch nur sehr klein war, hat es mich nicht sehr gestört.

Fazit : 

Dieses Buch war etwas ganz Besonderes für mich! Der Schreibstil, die Protagonisten und dass es ein Buch war, das an einer Universität gespielt hat, haben mir so gut an dieser Geschichte gefallen. Obwohl es ein paar Kleinigkeiten gab, die ich nicht so gerne mochte, hat mir dieses Buch so gut gefallen, dass ich es gleich noch einmal gelesen habe. Aus diesem Grund empfehle ich diesen Roman wirklich jedem und hoffe sehr, dass Stella Tack noch viele tolle Bücher wie dieses schreiben wird! 

Scandal Love

Über das Buch :

Die Autorin : L.J. Shen 

Seitenzahl : 418

Genre : Liebesroman 

Verlag : LYX 

ISBN : 978-3-7363-0805-3

Inhalt : 

Trent Rexroth 

Ich sollte mich nicht in ihn verlieben.

Er ist skrupellos und kalt. Einzig seine kleine Tochter zeigt mir, dass er ein Herz hat. Wir sind nicht füreinander gemacht. Unsere Beziehung wäre ein handfester Skandal. Und doch fühle ich mich bei niemandem so lebendig wie bei ihm.

Man sagt, dass Liebe stürmisch sein sollte wie der Ozean. Und ich weiß: Wenn ich nicht aufpasse, ertrinke ich. 

Meine Meinung :

Dieses Buch ist der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Ich hatte ihre Bücher zwar schon oft in den Buchhandlungen gesehen, mir jedoch nie eins gekauft. Aber nachdem ich L.J. Shen bei der Loveletterconvention getroffen und in den Workshops kennengelernt hatte, musste ich mir einfach einen ihrer Romane kaufen und lesen. 

Scandal Love war nicht mein erster Dark Romance Roman, weshalb ich eine gewisse Ahnung hatte, was auf mich zukommen würde. Tatsächlich passt die Geschichte gut in das Genre und sie gefällt mir auch gut. Allerdings hat mich eine Sache sehr gestört und aus diesem Grund muss ich leider sagen, dass ich von dem Buch nicht zu Hundert Prozent überzeugt bin. 

Was mir sehr gut an der Geschichte gefallen hat, war Edie. Durch sie habe ich das Buch geliebt und wollte es auch gar nicht mehr aus der Hand legen. Besonders mochte ich an ihr, dass sie sich immer mehr Sorgen um andere als um sich selbst gemacht hat. Dadurch konnte ihr Vater sie zwar sehr verletzen, aber durch dieses Verhalten und ihre Gefühle war für mich erkennbar, dass Edie schon viel reifer ist, als man es von einer 18 jährigen erwarten würde. Immer, wenn ihr Vater mal wieder gezeigt hat, was für eine schreckliche Person er ist, habe ich mit ihr mitgefiebert und wäre ihr am liebsten zur Hilfe geeilt. Außerdem mochte ich ihre streitlustige Art sehr gern, insbesondere, wenn sie sich mal wieder einen Schlagabtausch mit Trent geliefert hat. Im Gegensatz zu Edie war mir Trent schon fast unsympathisch. Da das Buch aus beiden Sichten geschrieben ist, konnte ich ihn genauso gut kennenlernen wie Edie. Mir war von Anfang an klar, dass ich es in diesem Buch mal wieder mit einem super Arschloch zu tun haben werde, wie in fast allen Dark Romance Büchern. Aus diesem Grund war es am Anfang für mich auch nicht schlimm zu lesen, wie er mit seinem Umfeld und ganz besonders mit Edie umgegangen ist. Ich fand jedoch sehr schade, dass ich bei ihm über das Buch hinweg keine wirkliche Entwicklung bemerken konnte. Natürlich hatte er sich ein wenig gewandelt, aber ich habe bis zum Schluss nicht verstanden, wie Edie sich in ihn verlieben konnte, erst Recht, wenn man sich den Altersunterschied der beiden Protagonisten ansieht. Die Entwicklung der Hauptperson vom bad Guy zu einer liebenswerten Person ist der Grund, weshalb ich die Dark Romance Bücher so gerne lese. Deshalb war ich enttäuscht, dass in dieser Geschichte eine solche Wandlung bei Trent nicht so stattfindet, wie ich es erhofft hatte. Ein bisschen mochte ich Trent aber doch. Mit gefiel zum Beispiel, wie er sich um seine Familie gekümmert hat und wie er mit seinen Freunden umgegangen ist. Bei diesen Beschreibungen konnte ich erkennen, dass er auch eine nette Seite besitzt. Ansonsten gefiel mir auch der Schreibstil der Autorin sehr, und zwar wie sie die Charaktere beschrieben hat und dass immer ein gewisser Witz vorhanden war. Weiter fand ich an dem Buch gut, dass darin nicht übermäßig viele Sex Szenen waren und die vorhandenen der Entwicklung der Geschichte geholfen haben. 

Fazit : 

Wenn die Autorin nicht so einen tollen Schreibstil hätte und die Beschreibung der Charaktere nicht so gut wäre, insbesondere bei Edie, wäre das Buch nichts für mich gewesen. Dafür war Trent einfach ein zu großer Teil der Geschichte. Obwohl er sich gegen Ende dann doch noch ein wenig geändert hat, hat mir die von mit erwartete Wandlung in eine sympathischere Figur sehr gefehlt. Aus diesem Grund war das Buch für mich nur ok und ich empfehle es nur den Leuten, die nichts gegen einen nicht so netten Protagonisten haben. Ich werde aber auf jeden Fall noch ein anderes Buch von L.J. Shen lesen, denn ich finde ihren Schreibstil und ihre Art toll. 

Heartbeat-Crush on you

Über das Buch : 

Die Autorin : Sandra Wright 

Seitenzahl : 331

Genre : Liebesroman 

Verlag : Oetinger 

ISBN : 978-3-8415-0520-0

Inhalt : 

Liebe, Lüge, Leidenschaft : Wird es Katie gelingen, die Wahrheit herauszufinden ?

Als Katie den attraktiven Doug kennenlernt, ist da sofort dieses Kribbeln zwischen ihnen. Doch nach heimlichen Treffen voller Zärtlichkeit hält er sie immer wieder auf Abstand. Dann erfährt sie, dass Doug schuld sein soll an dem Feuer, das ihren Vater in den Rollstuhl brachte. Das zerreißt ihr beinah das Herz. Kann es wirklich sein, dass Doug ihr so etwas verschweigt? Um ihre Liebe zu retten, macht Katie sich auf die Suche nach der Wahrheit. 

Meine Meinung : 

Vor „Crush on You“ hatte ich schon den ersten Band aus der Heartbeat Reihe gelesen, weshalb ich schon eine gewisse Vorahnung hatte, wie das Buch sein wird. Nachdem ich mir dann auf der Loveletterconvention eine Lesung der Autorin aus dem Buch angehört hatte, musste ich dieses Buch einfach haben! Und ich hatte dann sogar das Glück, auf der LLC eines der von Sandra Wright signierten Exemplare zu ergattern. 

Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Ich habe das Buch von der ersten Seite an geliebt und nur einen Tag gebraucht, um es durchzulesen! Der Aufbau der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Obwohl ich Geschichten mag, in denen sich die Charaktere zunächst nicht mögen und sich erst später verlieben, habe ich mich sehr gefreut, wieder  einmal eine Geschichte zu lesen, in der die beiden Protagonisten sich auf Anhieb gut verstehen. Besonders gut hat mir gefallen, dass es nicht zu schnell und somit unlogisch wurde, sondern dass sich die Gefühle – wenn auch schnell – realistisch entwickelt haben und es nicht zwanghaft wirkte. Insgesamt mochte ich die Schreibweise der Autorin sehr gern, von Anfang an hat sie mich mitgerissen und ich konnte mich sehr gut in die Gefühlswelt von Katie hineinversetzten. Somit hatte ich direkt eine enge Bindung zu ihr und sie war mir von Anfang an sehr sympathisch. Wie sie versucht hat, ihren eigenen Kopf und ihre Wünsche in ihrer Familie durchzusetzen, die Familie aber nie vernachlässigt hat, und wie sie immer um Doug gekämpft hat, hat mir sehr gut an ihr gefallen. Dazu mochte ich, dass sie nicht immer sofort alles verziehen hat und „Ja“ und „Amen“ zu allem gesagt, sondern es auch geschafft hat „Nein“ zu sagen und ihren eigenen Kopf durchzusetzen. Da das Buch nur aus Katies Sicht geschrieben ist, hatte ich am Anfang noch nicht so einen enge Bindung zu Doug. Zwar war er mir vom Beginn des Buches an sympathisch, ich spürte aber, dass er irgendetwas verheimlicht. Was ich einerseits schön an ihm fand, was mich aber auch ein wenig verwirrt hat, war, dass er zwar immer zu Katie sagte, dass er die Beziehung zu ihr nicht wolle, sich aber andererseits nicht von ihr fernhalten wollte. Es gefiel mir, weil ich als Leserin dadurch erkennen konnte, dass seine Gefühle gegenüber Katie stärker waren als sein Verstand, was – wenn wir ehrlich sind – Geschichten so schön macht. Was ich daran nicht so gerne mochte, war das stetige Hin und Her. Jedes mal, wenn sich die zwei genähert haben, hat er sie wieder von sich gestoßen. Natürlich ergab sich dadurch ein besseres Konfliktpotenzial und das gewisse Drama, das jede Geschichte braucht und mir wurde noch klarer, dass Doug etwas vor Katie verheimlicht. Für mich waren aber schon seine Art, mit ihren Fragen umzugehen, und seine häufige Verschlossenheit Drama und Konfliktpotenzial genug. Dazu bestand durch die Frage, was genau am Tag des Brandes passiert ist, ein leichter Krimi-Effekt, durch den über das ganze Buch und besonders gegen Ende eine gewisse Spannung vorhanden war. Diese Spannung wie in einem Krimi war zwar immer präsent, aber sie hat die romantische Stimmung nicht verdorben und war nur noch ein weiterer Grund, weshalb die Liebesgeschichte zwischen Doug und Katie schwierig war. 

Fazit : 

Ich mochte die Geschichte und die Umsetzung der Autorin sehr gerne. Besonders gut haben mir der Schreibstil und die Beschreibung der Protagonisten gefallen, durch die ich immer das Gefühl hatte, als würde ich Katie und Doug kennen. Die Liebesgeschichte der beiden war zwar nichts Neues, aber die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und das Buch war nie langatmig. Im Großen und Ganzen ist es ein schönes Young Adult Buch für zwischendurch und ich empfehle es jedem, der gerne Liebesgeschichten mit einer gewissen Spannung liest. 

Too Late

Über das Buch :

Die Autorin : Colleen Hoover

Seitenzahl : 458

Genre : Liebesroman

Verlag : bold

ISBN : 978-3-424-79044-4

Inhalt :

Asa verängt die Augen, legt seine Hände um meine Oberarme und lässt sie sanft auf- und abgleiten, drückt dann aber plötzlich so unerwartet fest zu, dass ich vor Schmerz aufkeuche. Asa hat mir bis jetzt noch nie körperlich wehgetan, aber viel schlimmer schmerzt, dass er meinen Stolz verlertzt hat. Am liebsten würde ich ein paar Klamotten packen, zu Tür rausstürmen und nie mehr wiederkommen.

Ich will weg von hier.

Ich will weg.

Nur weg.

Aber ich kann nicht. Weil es hier nicht um mich geht. Sloan würde durch die Hölle gehen für die Menschen die sie liebt. Und sie tut es, Tag für Tag. Bis Carter auftaucht….

Meine Meinung :

Dieses Buch war ganz anders, als ich gedacht hatte, im guten wie auch im schlechten Sinn. Die Geschichte war viel brutaler, als ich am Anfang gedacht hatte, und obwohl sie ihre Härte und Brutalität braucht gab es ein paar Momente, die auch für mich zu viel waren, so dass ich erstmal etwas anderes machen musste und das Buch nicht weiter lesen konnte. Es wäre sicher gut gewesen, wenn auf dem Buchrücken vermerkt gewesen wäre, dass die Geschichte nicht ohne ist.Andererseits war ich positiv überrascht, denn von der ersten Seite an war klar, dass es ein harter Roman werden würde. Dass Colleen Hoover diese Brutalität den ganzen Roman über beibehalten und kein Blatt vor dem Mund genommen hat, war trotz der schlimmen Szenen das Besondere und Gute an diesem Roman. Ich war von Anfang an begeistert, dass sie sich getraut hat, so eine Geschichte zu schreiben. Da sie jeden einzelnen Charakter aus der Ich Perspektive geschrieben hat, war es mir möglich, die Charaktere zu verstehen und lieben oder hassen zu lernen.

Sloan, die eigentliche Hauptfigur, hat mir am besten gefallen. Ihr kämperische Art aber auch ihre stetige Hoffnung haben sie zu einem ganz besonderen Charakter für mich gemacht. Von der ersten Seite ab an habe ich mit ihr gefühlt. Die schon fast als Misshandlung zu bezeichnende Art und Weise, wie Asa sie behandelt hat, habe ich erlitten und dabei bewundert, wie sie sich jeden Tag durchgekämpft hat. Beeindruckend war auch ihre bedingungslose Liebe zu ihrem kleinen Bruder. Ich habe sofort gemerkt, dass sie für ihn alles machen würde, was sie im Endeffekt auch gaten hat. Besonders und sehr bemerkenswert an Solan war, dass sie nicht nur gehofft hat, dass sich Asa ändern würde und sie ein besseres Leben haben könnte, sondern für ihn auch gewünscht hat, dass er irgendwann einmal glücklich sein könnte, auch dann noch, als sie Carter kennengelernt hat. Das einzige, was mir ein wenig gefehlt hat, war die beschreibung der Entwicklung ihrer Gefühle für Carter.

Asa, den ich von Anfang an unsympathisch fand, habe ich zum Schluss nur noch gehasst. Seine schon fast kranke Art, die Welt zu sehen und sein Verhalten gegenüber Frauen waren wirklich abartig. Was ihn am meisten  ausgemacht hat, war seine Liebe zu Sloan. Mir hat sehr gut gefallen, wie es derAutorin gelungen ist darzustellen, wie unterschiedlich Wahrnehmungen sind. Asa dachte immer, dass Sloan ihn von ganzem Herzen liebt so wie er sie liebt. Durch diese Liebe war er mir am Anfang sogar ein wenig sympatihsch, seine Entwicklung und seine Art, die Menschen um ihn herum zu behandeln, haben ihn jedoch zu einer meiner meist gehassten Buchfiguren werden lassen. Außerdem war seine Denkweise so bemerkenswert, obwohl sie krank war, war Asa sehr schlau und konnte sich aus Allem heraus reden oder hat für alles eine Lösung gefunden. Durch ihn wurde das Buch für mich einerseits so einzigartig, aber auch so krank.

Der dritte Hauptcharakter  war Carter. Am Anfang hatte ich noch meine Schwierigkeiten, ihn zu verstehen und seine Gedanken zu folgen. Ich hätte mir bei ihm gewünscht, dass deutlicher beschrieben worden wär, weshalb er sich in Sloan verliebt hat. Genauso wie bei Sloan habe ich bei ihm sehr gemocht, dass er nie die Hoffnung aufgegeben und immer für das Wohl Anderer gekämpft hat. Für Sloans Rettung hätte er alles Erdenkliche getan und hatte immer wieder versucht, neue Wege zu finden, sie heil von Asa wegzubekommen. Am bemerkenswertesten an seinem Charakter fand ich seine Wandelbarkeit. Er konnte von einer auf die andere Sekunde bei Asa den Drogendealer spielen und dann bei Sloan wieder zu dem Mann werden, der er eigentlich ist.

Fazit :

Das Buch war ganz anders, als ich es gedacht hatte, die Charaktere und die besondere Geschichte haben es aber zu etwas Besonderem für mich gemacht. An manchen Stellen hat mir jedoch ein wenig die Tiefe gefehlt und ich denke, es hätte auf dem Buchrücken geschrieben sein müssen, dass das Buch nicht ohne ist. Am Ende muss ich deshalb die Warnung herausgeben, das das Buch nicht ohne ist und mehrere brutale Szenen hat und ganz anders als die vorherigen Romane von Colleen Hoover ist. Aus diesem Grund empfehle ich dieses Buch keinem, der schwache Nerven hat oder gleich getriggert werden kann, außerdem sollten es auch keine junge Leser*innen lesen. Wer aber gerne Romantikbücher mit Spannung und ein wenig Krimi mag, dem kann ich es Wärmstens empfehlen, die Geschichte ist es wert, gelesn zu werden.

Meine Leipziger Buchmesse 2019

Eines meiner bisherigen Highlights dieses Jahr war definitiv die Leipziger Buchmesse. Nachdem ich zwei Jahre lang nicht dorthin konnte, war ich desto glücklicher und aufgeregter, dass es dieses Jahr dann endlich wieder geklappt hat! 

Meine Freundin Jana und ich sind am Freitag früh mit dem Zug nach Leipzig gefahren. Obwohl die Fahrt fast fünf Stunden dauerte, erschien sie uns nicht lang, denn wir haben versucht, die vor uns liegenden Tage zu planen und haben uns über die Autoren ausgetauscht, zu denen wir unbedingt gehen wollten. Und dann haben wir natürlich auch viel gelesen.

In Leipzig haben wir kurz unsere Sachen ins Hotel gebracht und sind dann zur Buchmesse gefahren. Die Glaskuppel nach drei Jahren zu sehen und zu wissen, „Ich bin wirklich auf der LBM 2019“, war ein unbeschreibliches Gefühl und ich war erst einmal sprachlos. Ich habe mich wohl auch deshalb so sehr gefreut, weil es sich erst zwei Wochen vorher entschieden hatte, dass ich wirklich nach Leipzig fahren konnte, so dass  alles ein wenig unwirklich für mich war. 

Am Freitag haben wir uns erst einmal ein wenig umgesehen und versucht herauszufinden, wie man am schnellsten in welche Halle kommt. Außerdem waren wir noch an den Ständen von LYX und Bastei Lübbe. Dort haben wir die tolle April Dawson getroffen und Laura Kneidl von Weitem gesehen. Darüber hatte ich mich mega gefreut, denn sie ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Es gab einfach zu viele tolle Bücher, die wir uns am liebsten alle gekauft hätten, so dass Jana irgendwann meinte: „ Was denkst du, mit wie wenig Geld für Essen wir auskommen, um extra viele Bücher zu kaufen?“

Am Samstag waren wir gegen 10:30 Uhr bei der Buchmesse und sind direkt zur Signierstunde von Laura Kneidl gegangen, da wir geglaubt hatten, eine halbe Stunde vor dem Beginn wird bestimmt noch niemand da sein. Tja, das war leider falsch gedacht. Insgesamt mussten wir zwei Stunden anstehen, was jedoch keine Bürde war. Erstens haben wir beim Warten die vor uns stehende Laura kennengelernt, ein super nettes Mädchen. Laura und ich haben fast genau den gleichen Buchgeschmack und uns zwei Stunden nur über Bücher, Autoren und Filme ausgetauscht. Außerdem haben wir natürlich die super nette Laura Kneidl getroffen, die gleich zwei Bücher von mir signiert und ein Foto mit jedem von uns gemacht hat, obwohl so viele Leute bei ihr anstanden und die eigentliche Signierstunde schon vorbei war. Eigentlich hatte ich noch vorgehabt, zu der Signierstunde von Sebastian Fitzek zu gehen. Dort waren aber so viele Leute, dass ich bestimmt drei Stunden oder länger angestanden hätte.

Deshalb haben Jana, Laura und ich uns dazu entschieden, schon um 13:00 Uhr in Halle 4 zu gehen, wo um 15:00 Uhr die Signierstunde von Mona Kasten stattfinden würde. Wir konnten es kaum glauben, aber wir waren nicht die einzigen und schon zwei Stunden vor dem Beginn standen Leute Schlange, nur um sie zu treffen. Beim Warten haben wir auch wieder ein paar neue nette Leute getroffen, mit denen wir uns sofort blendend verstanden haben und mit denen ich immer noch in Kontakt bin. Mona Kasten selber war auch total nett und hat sich genau wie Laura Kneidl für jeden Zeit genommen zum Signieren und zum Foto machen. 

Am Sonntag sind Jana und ich extra früh aufgestanden, damit wir schon vor zehn Uhr bei der Buchmesse sein konnten, da wir am Tag vorher erfahren hatten, dass Sebastian Fitzek auch am Sonntag noch einmal signieren würde. Wir sind um Punkt zehn Uhr in die Halle gestürmt, um nicht wieder so lange warten zu müssen, aber es war wie verhext: Schon so früh gab es eine Schlange und wir mussten etwa 20 Minuten  anstehen. Um ehrlich zu sein, war ich ziemlich beeindruckt von Sebastian Fitzek. Er hatte schon am Tag vorher dreieinhalb Stunden signiert und am Sonntag noch einmal sechs Stunden. Ich war so glücklich, dass ich die Chance hatte ihn zu treffen und ein Foto mit ihm zu machen.

Anschließend sind wir direkt zu der Signierstunde von Bianca Iosivoni gegangen, wo zum Glück nicht ganz so viele Leute wie am Vortag waren. Trotzdem haben wir bestimmt eine Stunde gewartet. Auch Bianca Iosivoni war total nett und hat sich sogar mit Jana und mir über die jeweiligen Bücher von ihr unterhalten, die wir gelesen hatten. Später haben wir zufällig noch einmal Laura Kneidl gesehen und beim LYX- Stand hat jede von uns ein E-Book gewonnen.

Schließlich gab es ganz am Ende, als wir schon fast wieder los mussten, noch ein weiteres Highlight: Ich konnte ein Foto mit Nilam Farooq machen. Darüber habe ich  mich total gefreut, denn ich hatte nicht mehr damit gerechnet, sie vor ihrer Live Sendung bei ZDF Kultur zu treffen. 

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, war die Leipziger Buchmesse ein voller Erfolg für mich. Alle Sachen, die ich vorher auf meine „Bucket Liste“ geschrieben hatte, konnte ich abhaken und habe sogar noch mehr erlebt, als ich eigentlich gedacht hatte. Aus diesem Grund war ich am Sonntag auf dem Weg nach Hause so gerührt, dass ich sogar die ein oder andere Freudenträne verdrückt habe. Wenn ich über die LBM 2019 nachdenke, bekomme ich sogar jetzt noch Gänsehaut und ein schweres Gefühl in der Brust. Am Liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen, um Alles noch einmal zu erleben. Weil das nicht geht, freue ich mich auf die Frankfurter Buchmesse im Oktober, bei der ich noch nie war, und natürlich auf die Leipziger Buchmesse 2020. 

Flugangst 7A

Über das Buch : 

Autor : Sebastian Fitzek 

Seitenzahl : 400 

Genre : Psychothriller 

Verlag : Droemer 

ISBN : 978-3-426-19921-3

Inhalt :

Wir haben für Sie reserviert: 7A. Der gefährlichste Platz in einem Flugzeug….

Mats Krüger, ein erfahrener und erfolgreicher Psychiater, muss seine panische Flugangst überwinden, als seine hochschwangere Tochter nach jahrelanger Funkstille wieder Kontakt zu ihm aufnimmt. Maus, der nach dem Tod seiner Frau per Schiff nach Argentinien ausgewandert ist, hatte nie wieder vor zurückzukehren. Doch jetzt bittet Nele ihren Vater kurzfristig, ihr nach der Geburt des Babys Beistand zu leisten. 

Nach der Teilnahme an einem Flugangst-Seminar geht Mats an Bord des Langstreckenflugs Buenos Aires – Berlin. Schon kurz nachdem er seinen Platz eingenommen hat, muss er feststellen, dass er sich auf die falschen Ängste vorbereitet hat: Es ist keine Turbulenz, kein Druckabfall und keine Terrorwarnung, die ihn in einen entsetzlichen seelischen Ausnahmezustand treiben. Sondern der Anruf eines Unbekannten, der ihm eröffnet, dass sich ein ehemaliger Patient an Bord befindet. Jemand, den Krüger einst von mörderischen Gewaltphantasien befreite. Und den er dazu bringen soll, über 600 Passagiere und sich selbst in den Tod zu reißen….

Meine Meinung : 

Flugangst 7A war mein erster Roman von Sebastian Fitzek, wie auch mein erster Psychothriller. Obwohl ich schon ein paar schlechte Sachen über ihn und seine Bücher gehört hatte, hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Der Autor hat es immer wieder geschafft, dass die Vermutungen, die ich mir zusammengereimt hatte, widerlegt wurden und ich, ebenso wie die Charaktere, mit meinen Überlegungen bei Null anfangen musste. Das Buch hat im Grunde eine andere Richtung eingeschlagen, als ich am Anfang gedacht hatte, dadurch war die Geschichte nie langweilig und ich konnte das Buch keinen einzigen Moment aus den Händen legen. Was mir einerseits besonders gut gefallen, mich aber andererseits in manchem Momenten fast zur Weißglut gebracht hat, war, dass das Buch aus mehreren Sichten geschrieben wurde. Es war sehr gut, weil ich so die Chance hatte, die Gedanken und Sichtweisen von Mats, Nele, Felie und noch anderen Charakteren zu verstehen und mehr über die Hintergründe der Geschichte außerhalb des Flugzeuges erfahren konnte. Außerdem wurden mir dadurch viele Charaktere sympathischer und ich habe mit jedem einzelnen mitgefiebert. Aus diesem Grund saß ich manchmal auch vor meinem Buch und habe die Figuren angeschrien. Dass zum Ende hin immer mehr Charaktere aus ihrer Sicht erzählt haben und die Geschichte so „rund“ wurde, hatte ich vorher noch in keinem Buch gelesen. Es hat mir sehr gut gefallen. Allerdings hat es mich oftmals zu Weißglut gebracht hat, dass immer dann, wenn eine der Figuren eine neue Schlüsselinformation herausgefunden hatte, die Sichtweise geändert wurde. So blieb es natürlich spannender, aber nach dem zehnten Mal war es meiner Meinung nach nur noch nervig. Es hat meinen Lesefluss ein wenig gestört, dass ich mich nach jedem der vielen Wechsel erst einmal wieder in die jeweilige „alte“ Geschichte einfinden musste. Auch das Ende hat mich ein wenig verwirrt, es war für mich zu ungenau und hat ein paar Fragen offengelassen.

Fazit : 

Mir hat das Buch bis auf ein paar Dinge sehr gut gefallen. Die Geschichte war wirklich einmalig und ich habe mich in vielen Momenten gefragt, wie eine Person sich so etwas überhaupt ausdenken kann. Weil ich bis zum Ende hin im Dunkeln getappt bin, war die Geschichte für mich besonders spannend. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einen spannenden Psychothriller mit tollen Charakteren lesen möchte. Meine anfänglichen Vorbehalte gegen Sebastian Fitzek habe ich überwunden und bin jetzt ein Fan von ihm, noch dazu, nachdem ich ihn bei der Leipziger Buchmesse persönlich treffen konnte.

Küss mich, Mistkerl !

Über das Buch :

Autorin : Sally Thorne 

Seitenzahl : 412

Genre : Liebesbuch

Verlag : Mira 

ISBN : 9783956492976

Inhalt :

Charmant, zuvorkommend, engagiert – Lucy Hutton wird von allen Kollegen geschätzt. Nur einer macht ihr das Leben zur Hölle: der überhebliche Schönling Joshua Templeman, ihr Konkurrent um den neuen Chefposten. Leider muss sie sich ausgerechnet mit ihm ein Büro teilen, da fliegen natürlich täglich die Fetzen! Doch ihr „Hass-Spiel“, wie Lucy es insgeheim nennt, verändert sich mit der Zeit. Als Josua sich aufopferungsvoll während einer Krankheit um sie kümmert, kommen die beiden sich näher. Und plötzlich kann Lucy ihn nicht mehr hassen, im Gegenteil! Sie ist sich sicher, dass Joshua auch etwas für sie empfindet – dennoch tut er so, als wäre nie etwas gewesen. Sieht er sie wirklich nur als Konkurrentin? Um das herauszufinden, muss Lucy alles aufs Spiel setzten…. 

Meine Meinung : 

Ich habe den Schreibstil der Autorin von der ersten Seite ab an geliebt, wie sie die beiden Hauptcharaktere, Lucy und Josh, beschrieben hat und ihre Hass-Beziehung zu einander. Insbesondere Lucy mochte ich sehr gerne, ihre immer fröhliche Art und ihre Verzweiflung und Wut gegenüber Josh haben sie mir sofort sympathisch gemacht. Durch ihre Schwäche, nein zu sagen und es immer allen Recht machen zu wollen, konnte ich mich direkt mit ihr Identifizieren und hätte Josh genauso gern in manchen Momenten „an die Gurgel gehen können“. Josh konnte ich dagegen am Anfang nicht sehr gut verstehen und bin auch nicht gleich mit ihm warm geworden. Er kam für mich sehr unfreundlich rüber und ich habe nicht verstanden, weshalb er allen immer so feindselig gegenüber tritt. Dieses hat sich aber im Verlauf der Geschichte gewandelt, da er immer mehr Gefühle gezeigt hat und nicht mehr nur der Konkurrent von Lucy war. Zwar hätte ich mir an manchen Stellen sehr gewünscht, die Geschichte auch mal aus seiner Sicht zu lesen, um seine Denkweise noch besser zu verstehen, jedoch wurde er mir auch so am Ende sehr sympathisch. 

Fazit : 

Ich mochte das Buch sehr gerne, weil mir der Schreibstil und die Beschreibung der Entwicklung der Beziehung zwischen Lucy und Josh sehr gut gefallen haben, so wie auch die Entwicklung von Josh. Dennoch hätte ich mir in manchen Momenten gewünscht, mehr Einblick in die Gefühlswelt und Denkweise von Josh zu bekommen, diese war mir in vielen Momenten unklar. Ich empfehle das Buch jedem, der eine spritzige Hass-Liebesgeschichte lesen möchte.

When it’s Real


Über das Buch : 

Autorin : Erin Watt

Seitenzahl : 448 

Genre : Liebesbuch 

Verlag : Piper 

ISBN : 9783492061087

Inhalt :

Unter normalen Umständen hätten sich Oakley und Vaughn wohl nie kennengelernt. Während sich die siebzehnjährige Vaughn seit dem Tod ihrer Eltern um ihre Geschwister kümmern muss, ist das Leben des neunzehnjährigen Oakley eine einzige Party. Als Rockstar hat er sich nicht nur eine Bad-Boy-Attitüde zugelegt, sondern auch jede Menge Groupies. Dann beschließt sein Management, dass er dringend ein besseres Image braucht. Vaughn soll ein Jahr lang Oakleys Freundin spielen. Doch die beiden können sich auf den Tod nicht ausstehen. Während die gesamte Presse rätselt, wer das neue Mädchen an Oakleys Seite ist, muss sich Vaughn fragen: Kann sie sich selbst treu bleiben in dieser Welt voller Glitzer, Glamour und Gerüchte ?

Meine Meinung : 

Meiner Meinung nach war es eine total süße und auch nicht unrealistische Geschichte und ganz anders, als ich erwartet hatte. Denn, sind wir mal ehrlich, es ist zwar eine tolle Vorstellung, dass ein einfaches Mädchen einen Superstar trifft, aber im wirklichen Leben passiert so etwas nur selten, so dass ich gedacht hatte, das Buch sei ein modernes Märchen. Anders als in einem Märchen trifft hier aber nicht der unbekannte Prinz auf ein Mädchen, dass ihn nicht erkennt, sondern es ist von Anfang an klar, wer Oakley ist und weshalb Vaughn ihn trifft. Durch die gut gelungene Darstellung der Charaktere erscheint die Geschichte nicht abwegig, und ich konnte mir vorstellen, dass so etwas tatsächlich passieren kann, auch wenn das Buch nicht die normalen Lebensumstände von zwei Teenagern beschreibt.Die Darstellung der Charaktere ist gut gelungen. Die beiden Hauptpersonen haben von Anfang an sehr genaue Meinungen und Vorurteile übereinander. Vaughn verliebt sich nicht gleich nach dem ersten Gespräch in Oakley, der sehr eingebildet ist, und Oakley hält nicht viel von Vaughn. Weil ihre Eltern tot sind und sie einen echten Freund hat, glaubt Oakley, dass sie nur wegen des Geldes mit ihm zusammen ist. Auch die Beschreibung von Oakleys Fans und sein Verhalten zu ihnen erscheint sehr realistisch und ich konnte seine Denkweise gegenüber seinen Fans, sein Gefühl des Alleinseins und die Gründe für seine Musikblockade gut nachvollziehen, genauso wie ich den anfänglichen Hass, den Vaughn für Oakley empfindet, gut verstehen konnte. Die einzige Schwachstelle in diesem Buch ist das Ende. Es ist für mich zu kurz erläutert und ich hätte gerne gewusst, wie es mit Vaughns Schwester und auch den anderen Nebencharakteren weiter geht. Es kam mir so vor, als hätte die Autorin das Buch endlich fertig haben wollen, ohne auf „unwichtige“ Sachen eingehen zu müssen. 

Fazit :

Es ist eine süße Geschichte für zwischendurch, die zwar nichts Neues erzählt, aber durch interessante Charaktere und einen guten Anfang zu etwas Besonderem für mich geworden ist. Jeder der „Star Romantik Geschichten oder einfach nur Romantik Geschichten gerne liest, sollte diesem Buch eine Chance geben. 

Cinder & Ella

Über das Buch :

Die Autorin : Kelly Oram 

Seitenzahl : 442

Genre : Liebesbuch 

Verlag : One 

ISBN : 978-3-8466-0070-2

Inhalt :

Herzzerreißend und Märchenhaft schön 

Nach einem schweren Autounfall hat Ella ein Jahr voller OPs und Rehas hinter sich. Und nun muss sie auch noch zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen, die sie überhaupt nicht kennt. Ella will nur eins: ihr altes Leben zurück. Deshalb beschließt sie, sich nach langer Zeit wieder bei ihrem Chatfreund Cinder zu melden. Er ist der Einziege, der sie wirklich versteht, und obwohl sie ihn noch nie getroffen hat, ist Ella schon eine halbe Ewigkeit heimlich in ihn verliebt. Was sie nicht weiß: Auch Cinder hat Gefühle für sie. Und er ist der angenagteste Schauspieler in ganz Hollywood.  

Meine Meinung : 

Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an geliebt und konnte es keine Sekunde aus der Hand legen. Die Autorin hat wundervolle Charaktere erschaffen und das Buch ist an manchen Stellen so traurig, dass ich heulen musste, aber auch wunderschön und romantisch. Die Hauptperson Ellamara (Ella) war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren, so zum Beispiel mit ihrer Liebe zu Büchern, ihrem Bücherblog und ihren chilenischen Wurzeln, denn ich habe ein Jahr in Chile gelebt. Die Autorin beschreibt sehr gut, wie Ella mit den Problemen an ihrer neuen Schule und mit ihrer Familie umzugehen versucht, auch wenn sie oft total verzweifelt ist und nicht mehr weiter weiß. Dadurch, dass das Buch aus zwei Perspektiven geschrieben ist, aus Ellas und Cinders Sicht, konnte ich auch Cinders Probleme sofort verstehen. Auch die Beschreibung seiner Person finde ich sehr gelungen. Obwohl das Buch größtenteils aus Ellas Sicht geschrieben ist, hatte ich sofort eine enge Bindung zu Cinder. Ich konnte gut nachvollziehen, wie verzweifelt er wegen seiner Scheinverlobung und der nicht wirklich vorhandenen Beziehung zu Ella war. Besonders gut hat mir gefallen, dass es die Autorin geschafft hat, mir bei jeder neuen Gelegenheit Hoffnung zu machen, dass die beiden endlich herausfinden, wer der jeweils andere ist und sie sich ihre Gefühle gestehen, obwohl die Liebe zwischen beiden unmöglich erscheint. Ein weiteren Grund, weshalb mir die Geschichte so gefällt, ist ein leichter Touch des Märchens Aschenputtel. Weil ich Cinderella liebe, war es unmöglich für mich, Cinder und Ella  nicht zu mögen. Schließlich gefällt mir, dass es einerseits eine abgeschlossene Geschichte ist, die Autorin uns aber mit einem zweiten Buch über Ella und Cinder die Möglichkeit gegeben hat, die beiden besser kennenzulernen. Dieses Buch gibt es nur leider noch nicht auf Deutsch. 

Fazit : 

Wer eine wunderschöne verzwickte Liebesgeschichte lesen möchte, die unmöglich erscheint, und noch dazu das Märchen von Cinderella mag, ist bei diesem Buch gut aufgehoben. Es hat tolle Charaktere und eine Geschichte zum dahinschmelzen.