Das kleine Café in Kopenhagen

Die Autorin : Julie Caplin 

Seitenzahl : 397

Genre : Liebesroman 

Verlog : rororo

ISBN : 978-3-499-27553-1

Inhalt : 

<<Hätten Sie Interesse an einer Pressereise nach Kopenhagen, um herauszufinden, warum die Dänen als glücklichste Nation der Welt gelten? Es sind fünf Tage zu verschiedenen Zielen, darunter ein Besuch des Dänischen Instituts für Glücksforschung.>>

Kate bleibt nur verdammt wenig Zeit: Sechs Journalisten soll sie für das Lebensgefühl der Dänen begeistern. Fünf Zusagen hat sie bereits. Der sechste Kandidat ist der renommierte Redakteur Benedict Johnson – doch der hält nichts von Lifestyle und Hygge und schon gar nichts von gesponserten PR-Reisen. Kein Wunder, dass zwischen ihm und Kate sogleich die Fetzen fliegen. Erst recht, als Ben von seinem Chef zu der Reise verdonnert wird. Kate hat fünf Tage, um Ben zu überzeugen. Fünf Tage, um sich nicht in den attraktiven Mistkerl zu verlieben.

Meine Meinung :

Als ich dieses Buch in der Buchhandlung gesehen hatte, wollte ich mir eigentlich gar kein neues Buch kaufen. Da ich aber nur Gutes über den Roman gehört hatte und er mir noch dazu von mehreren Personen wärmstens empfohlen worden war, konnte ich das Buch nicht liegen lassen. Ich muss sagen, dass meine Vorfreude nicht umsonst gewesen ist! Die Geschichte war wunderschön und detailreich beschrieben, so dass ich immer das Gefühl hatte als würde ich selbst mit Kate Kopenhagen erkunden und mit ihr zusammen Kaffee und ´Kanelsnege´ in Varmes Café trinken! Noch dazu waren mir die Protagonisten von Anfang an sehr sympathisch, weshalb ich nur so durch die Geschichte geflogen bin.

Was ich besonders gerne mochte, waren der Schreibstil der Autorin und der Aufbau der Geschichte. Den Schreibstil mochte ich so besonders, weil ich mich gefühlt habe, als wäre ich selbst im Buch! Julie Caplin hat es geschafft, die kleinsten Einzelheiten zu beschreiben, und mir nie das Gefühl gegeben, als würde sie nur Lückenfüller suchen. Denn genau diese detailreiche Beschreibung hat dieser Roman gebraucht, um auch mir am Ende der Geschichte das Gefühl zu geben, als wüsste ich schon genau, was `Hygge` ist. Am liebste würde ich jetzt mein eigenes Zimmer ´hyggisieren´. Die Aufteilung in drei Teile hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist dadurch strukturiert und ich fand es sehr schön, schon vorher zu wissen, auf welche neue Umgebung ich jetzt stoßen würde. Aber ohne die wirklich sympathischen Charaktere wäre das Buch nur halb so gut gewesen. Kate, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, mochte ich besonders gerne. Sie ist nicht dieser perfekte Charakter, der alles mit links schafft und einfach mal so nach Kopenhagen fahren kann. Nein, sie ist bodenständig, hat Ecken und Kanten und Probleme, die nicht inszeniert wirken, sondern auch die meiner Nachbarin sein könnten. Besonders gern an ihr mochte ich Ihre Entwicklung über das Buch hinweg und ihre Sicht auf die Dinge. Obwohl sie vor Vielem Respekt hat und denkt, es nicht zu schaffen, versucht sie immer, das beste aus ihrer Lage zu machen. Ben, der männliche Charakter, war mir auch sehr sympathisch. An ihm mochte ich gern, dass er zwar in manchen Momenten wirklich ein wenig gehässig, im Grunde aber ein sehr freundlicher und aufmerksamer Charakter ist. Die Entwicklung der Beziehung zu Kate fand ich sehr schön, denn sie hat sehr realistisch auf mich gewirkt und nicht so, als wären überschnell Gefühle entstanden, bei denen ich nicht erkennen konnte, woher sie gekommen sind. Die anderen wichtigen Charaktere konnte ich auch sehr gut leiden. Eva, die im Hintergrund in ihrem Café Varme jedes Problem löst und immer einem guten Rat parat hat, und Avril, Fiona, Sophie, Conrad und David, die ich sehr gut kennenlernen konnte und die nicht einseitig oder langweilig beschrieben sind, obwohl sie nur Nebenpersonen sind.

Fazit: 

Es war mal wieder schön, etwas anderes zu lesen, als Young Adult Romane. Die Geschichte ist für mich durch den tollen Schreibstil, die Beschreibung der Kulissen und die tollen Charaktere etwas ganz Besonderes und ich werde sie ganz sicher noch zwei- oder dreimal lesen. Um ehrlich zu sein, gab es für mich in dieser Geschichte nichts, was mir gar nicht gefallen hat. Obwohl sich die Beziehungen nicht so schnell entwickelt haben, hat das nicht langatmig gewirkt, sondern mir eher geholfen, die Charaktere besser kennenzulernen. Da die Geschichte nicht zu kitschig und sehr bodenständig ist, kann ich sie wirklich Jung und Alt empfehlen.

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