Too Late

Über das Buch :

Die Autorin : Colleen Hoover

Seitenzahl : 458

Genre : Liebesroman

Verlag : bold

ISBN : 978-3-424-79044-4

Inhalt :

Asa verängt die Augen, legt seine Hände um meine Oberarme und lässt sie sanft auf- und abgleiten, drückt dann aber plötzlich so unerwartet fest zu, dass ich vor Schmerz aufkeuche. Asa hat mir bis jetzt noch nie körperlich wehgetan, aber viel schlimmer schmerzt, dass er meinen Stolz verlertzt hat. Am liebsten würde ich ein paar Klamotten packen, zu Tür rausstürmen und nie mehr wiederkommen.

Ich will weg von hier.

Ich will weg.

Nur weg.

Aber ich kann nicht. Weil es hier nicht um mich geht. Sloan würde durch die Hölle gehen für die Menschen die sie liebt. Und sie tut es, Tag für Tag. Bis Carter auftaucht….

Meine Meinung :

Dieses Buch war ganz anders, als ich gedacht hatte, im guten wie auch im schlechten Sinn. Die Geschichte war viel brutaler, als ich am Anfang gedacht hatte, und obwohl sie ihre Härte und Brutalität braucht gab es ein paar Momente, die auch für mich zu viel waren, so dass ich erstmal etwas anderes machen musste und das Buch nicht weiter lesen konnte. Es wäre sicher gut gewesen, wenn auf dem Buchrücken vermerkt gewesen wäre, dass die Geschichte nicht ohne ist.Andererseits war ich positiv überrascht, denn von der ersten Seite an war klar, dass es ein harter Roman werden würde. Dass Colleen Hoover diese Brutalität den ganzen Roman über beibehalten und kein Blatt vor dem Mund genommen hat, war trotz der schlimmen Szenen das Besondere und Gute an diesem Roman. Ich war von Anfang an begeistert, dass sie sich getraut hat, so eine Geschichte zu schreiben. Da sie jeden einzelnen Charakter aus der Ich Perspektive geschrieben hat, war es mir möglich, die Charaktere zu verstehen und lieben oder hassen zu lernen.

Sloan, die eigentliche Hauptfigur, hat mir am besten gefallen. Ihr kämperische Art aber auch ihre stetige Hoffnung haben sie zu einem ganz besonderen Charakter für mich gemacht. Von der ersten Seite ab an habe ich mit ihr gefühlt. Die schon fast als Misshandlung zu bezeichnende Art und Weise, wie Asa sie behandelt hat, habe ich erlitten und dabei bewundert, wie sie sich jeden Tag durchgekämpft hat. Beeindruckend war auch ihre bedingungslose Liebe zu ihrem kleinen Bruder. Ich habe sofort gemerkt, dass sie für ihn alles machen würde, was sie im Endeffekt auch gaten hat. Besonders und sehr bemerkenswert an Solan war, dass sie nicht nur gehofft hat, dass sich Asa ändern würde und sie ein besseres Leben haben könnte, sondern für ihn auch gewünscht hat, dass er irgendwann einmal glücklich sein könnte, auch dann noch, als sie Carter kennengelernt hat. Das einzige, was mir ein wenig gefehlt hat, war die beschreibung der Entwicklung ihrer Gefühle für Carter.

Asa, den ich von Anfang an unsympathisch fand, habe ich zum Schluss nur noch gehasst. Seine schon fast kranke Art, die Welt zu sehen und sein Verhalten gegenüber Frauen waren wirklich abartig. Was ihn am meisten  ausgemacht hat, war seine Liebe zu Sloan. Mir hat sehr gut gefallen, wie es derAutorin gelungen ist darzustellen, wie unterschiedlich Wahrnehmungen sind. Asa dachte immer, dass Sloan ihn von ganzem Herzen liebt so wie er sie liebt. Durch diese Liebe war er mir am Anfang sogar ein wenig sympatihsch, seine Entwicklung und seine Art, die Menschen um ihn herum zu behandeln, haben ihn jedoch zu einer meiner meist gehassten Buchfiguren werden lassen. Außerdem war seine Denkweise so bemerkenswert, obwohl sie krank war, war Asa sehr schlau und konnte sich aus Allem heraus reden oder hat für alles eine Lösung gefunden. Durch ihn wurde das Buch für mich einerseits so einzigartig, aber auch so krank.

Der dritte Hauptcharakter  war Carter. Am Anfang hatte ich noch meine Schwierigkeiten, ihn zu verstehen und seine Gedanken zu folgen. Ich hätte mir bei ihm gewünscht, dass deutlicher beschrieben worden wär, weshalb er sich in Sloan verliebt hat. Genauso wie bei Sloan habe ich bei ihm sehr gemocht, dass er nie die Hoffnung aufgegeben und immer für das Wohl Anderer gekämpft hat. Für Sloans Rettung hätte er alles Erdenkliche getan und hatte immer wieder versucht, neue Wege zu finden, sie heil von Asa wegzubekommen. Am bemerkenswertesten an seinem Charakter fand ich seine Wandelbarkeit. Er konnte von einer auf die andere Sekunde bei Asa den Drogendealer spielen und dann bei Sloan wieder zu dem Mann werden, der er eigentlich ist.

Fazit :

Das Buch war ganz anders, als ich es gedacht hatte, die Charaktere und die besondere Geschichte haben es aber zu etwas Besonderem für mich gemacht. An manchen Stellen hat mir jedoch ein wenig die Tiefe gefehlt und ich denke, es hätte auf dem Buchrücken geschrieben sein müssen, dass das Buch nicht ohne ist. Am Ende muss ich deshalb die Warnung herausgeben, das das Buch nicht ohne ist und mehrere brutale Szenen hat und ganz anders als die vorherigen Romane von Colleen Hoover ist. Aus diesem Grund empfehle ich dieses Buch keinem, der schwache Nerven hat oder gleich getriggert werden kann, außerdem sollten es auch keine junge Leser*innen lesen. Wer aber gerne Romantikbücher mit Spannung und ein wenig Krimi mag, dem kann ich es Wärmstens empfehlen, die Geschichte ist es wert, gelesn zu werden.

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